Ausschlafen und mit der strahlenden Sonne im Gesicht erwachen. Eines der schönsten Dinge im Leben. In der Schweiz sei der Herbst jetzt richtig eingebrochen erzählten mir meine Schwestern über Videochat. In Decken gekuschelt sassen Sie beim Feuer und grillten Marroni. Kaum zu glauben das wir erst ein paar Tage unterwegs waren. Gegangen bin ich bei strahlendem Sonnenschein. Zum verspäteten Frühstück gab es Rührei, Asiatische Nudeln und Oliven. Reste Essen aus dem Rucksack. Ob wir das zu Hause wohl auch einmal ausprobieren. Glücklicherweise hatte meine Familie einen Gasherd in meiner Kindheit sonst wäre ich ziemlich aufgeschmissen gewesen in dieser Küche. Direkt neben dem Herd stand eine Waschmaschine in der Küche. Allgemein war hier alles anders. Die Wäscheleine hängte im Gang so das man sich durch die gewaschene Kleidung schlängeln durfte um ins Zimmer zu kommen. Vor jedem Fenster und an jeder freien Ecke hingen Kleidungsststücke. Unsere bisherigen Reisen verbrachten wir in Grösseren Städten oder anderen Touristischen Orten. Das Leben ausserhalb durften wir hier in Mare de deu del Carmen zum ersten mal erleben. Unsere Mission heute war es die Gegend zu erkunden. Die Leute auf der Strasse grüssten uns freundlich. Als erstes fanden wir eine Sportplatz. Kurzerhand wurde beschlossen das dieser morgen besucht werden müsse.

Aufgeregt liefen wir weiter. Jason wollte fangen spielen und so rannten wir lachend durch die Strassen. Wie immer wollte ich zum höchsten Punkt auf dem Hügel gehen um alles zu überblicken. Der Weg war gesäumt mit Staubsaugern, Bügeleisen, Werkzeug und anderem Müll. Jason war schockiert und konnte nicht verstehen warum die Menschen Ihren Müll hier liegen liessen. Da ich auch keine Befriedigende Antwort hatte, schnappten wir uns kurzerhand einen Sack und brachten eine Ladung Abfall zum Müll. Es fühlte sich an wie eine unfreiwillig, lohnenswerte Schulstunde im Thema Umwelt. Auf dieser Reise wird definitiv jeglicher Abfall von uns an den richtigen Ort gebracht. Am nächsten Tag ging es zuerst zum Sportplatz und danach direkt nach Alicante. Jason wollte unbedingt an den Strand. Mir gefallen die überfüllten Touristischen Orte eigentlich nicht. Viel lieber sitze Ich an einem einsamen Strand oder auf einem Berg mit wenigen Menschen.

Genau in diesem Moment fliegt ein Schmetterling an mir vorbei. Er setzt sich auf das kleine Glitzerbuch in dem ich unsere Reise festhalte. Ein sanfter Wind weht an meinen Wangen entlang und lässt mein Haar golden in der Sonne tanzen. So lässt es sich gut schreiben.
Esplanada despanya ist ein schöner Ort. Eigentlich hatte ich nicht vor in Restaurants zu gehen. Schon beim hinweg sah ich das Angebot… Tapas für einen Euro und Getränke für 80 Cent. Glücklicherweise gingen wir hinein. Niemals zuvor erlebten ich etwas wie hier. Die Bedienung war am grinsen und sprach mit allen. Wenn das läuten der Glocke erklang wurden neue Snacks auf Holzbrettchen serviert. Essen konnte man die Tapas mit Gemüse, Meeresfrüchten, Käse, und Fleisch. Mehrmals wurden wir nach Spezialwünschen gefragt. Lachend, winkend und mit vollen Bäuchen verliessen wir das Restaurant.


Nach einem Tag wie diesem wollte ich nur noch raus in die Natur. Vorbei an Bergen von Spielsachen, Elektrogeräten, Holz und anderem Müll liefen wir auf einen Hügel. Immer noch befremdlich für uns beide das Menschen Ihre ungebrauchten Dinge hier entsorgten. Vor uns lag ein Stuhl. Er war sogar noch intakt. Perfekt für eine kleine Pause.


Der felsige Hügel hatte keinen Weg so das wir klettern durften. Nach dem Motto zusammen schaffen wir alles bestiegen wir den Berg und waren unglaublich glücklich über die Aussicht. Die Sonne knallte mit gefühlt vierzig Grad auf unsere Köpfe. Eine unbewohnte Höhle gab uns Schutz in der Pause. Hier könnten wir Zelten meinte mein großer Junge strahlend. Höhlen sind sein Ding. Der Ausblick faszinierend. Für Momente wie diese mache ich die Reise. Unsere Hände verflochten sich ineinander als wir die Sonne betrachteten. Er sprang übermütig auf meinen Rücken und lachte . Was gibt es schöneres als lachend in der Sonne zu stehen. Kinder hörten wir spielen auf dem Nach Hause Weg. Ein Spielplatz war trotz Dunkelheit noch ziemlich belebt. Frauen tanzen im Mondschein zu guter Musik, Kinder sprangen lachend um den Spielplatz. Mein kleiner Mann setze sich dazu. Inert kürzester Zeit fand er Freunde mit denen gespielt wurde . Etwas ganz neues getraute er sich heute. Ein Zündholz anzuzünden. Eins nach dem anderen wurde angezündet. Das aufflammende Feuer spiegelte sich in seinen glänzenden Augen. Allgemein traut er sich viel mehr als zu Hause. Wir halten die kleinen Dinge feste die er neu erlernt. Zum ersten mal schnitt Jason seine Nägel alleine, er ging trotz Algen ins Meerwasser und lief alleine an einem grossen Hund vorbei.


Den schönsten Sonnenuntergang dieser Tage durfte ich am Nationalfeiertag sehen. Eigentlich war der Plan nur in einen Nahegelegenen Park zu gehen. Von dort hat man einen guten Ausblick über die Stadt. Beim Park angekommen ging der Weg noch weiter nach oben. Warum also die Aussicht hier genießen wenn es weiter oben einen besseren Ausblick gibt.

Die Burg Castillo de Santa Barbara konnten wir schon von unserer Unterkunft aus sehen, hätten jedoch nicht gedacht selbst hinzugehen. Mit einer atemberaubenden Aussicht wird man belohnt. Jede Ecke der Burg wurde erkundet. Bis die Sonne unterging blieben wir bei der Burg und freuten uns auf viele solche Sonnenuntergänge. Morgen werden wir an einem neuen Ort erwachen.



Du sötsch eidütig es Buech schriibe!
Lieb di!!!
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Ihr macht das super, echt beneidenswert und inspirierend euer Abenteuer !!
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